Die erste Ausgabe der Klassenkampf und Wissenschaft 2026 beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Fragen des Sozialismus-Kommunismus, insbesondere mit der bürgerlichen Kritik am Konzept der Planwirtschaft. Enthalten ist außerdem eine Kritik am neuen Strategiepapier der DKP und eine Erarbeitung zur Frage der Bauern in Deutschland.
Die zweite diesjährige Ausgabe der „Klassenkampf und Wissenschaft“ besteht aus verschiedenen Texten zu historischen Themen mit Lehren für heute und aktuellen Fragen, mit denen sich die Kommunistische Partei (KP) und die kommunistische Bewegung aktuell beschäftigen.
Ludwig Fleischer gibt einen theoretischen Abriss darüber, warum die Produktion nach einem zentralen Plan, der sich nach den Bedürfnissen der Bevölkerung richtet, das entscheidende Merkmal der kommunistischen Produktionsweise ist. Der Text erscheint in der ersten Ausgabe der Klassenkampf & Wissenschaft 2026.
Thanasis Spanidis argumentiert in diesem Beitrag gegen die bürgerlichen Kritiker der Planwirtschaft. Zwei der namhaftesten unter diesen sind die österreichischen Ökonomen Ludwig von Mises und Friedrich August von Hayek. Beide haben maßgeblich zur „sozialistischen Kalkulationsdebatte“ beigetragen, in der sie zu zeigen versuchten, dass ohne Marktpreise keine rationalen wirtschaftlichen Entscheidungen getroffen werden könnten. Eine Planwirtschaft müsse also zwangsweise zu Ressourcenverschwendung und Ineffizienz führen. Der Text bezieht sich insbesondere auf den ungarischen Ökonomen János Kornai. Die Arbeiten von Kornai stellen dabei „in der bürgerlichen Ökonomie eine kaum hinterfragte Autorität dar“, die sogar von „linken“ Kritikern der Planwirtschaft aufgegriffen werden, um ihre revisionistischen Ideen eines „Marktsozialismus“ theoretisch zu begründen. Diese Argumente entkräftet der Text.
Kommentar von Jonathan Fischer. Die Fußballweltmeisterschaft war eine politische Show der Reichen und Mächtigen statt eines Fests von Fans, Fußball und Kultur. Die Dreistigkeit, mit der dieses Spektakel inszeniert wurde, sucht ihresgleichen. Die Kriegstreiber und Ausbeuter dieser Welt versuchen hemmungslos, sich mit unserem Sport ihre blutigen und dreckigen Hände reinzuwaschen.
Aktuelles von Jonas Wiedemann. Die FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft der Männer ist mit einem mehr als zähen Finalspiel zu Ende gegangen. Die USA, US-Präsident Donald Trump und FIFA-Chef Gianni Infantino haben für eine abstruse Inszenierung gesorgt. Weshalb werden Millionen von Dollar für eine solche Inszenierung ausgegeben – wer profitiert davon und zieht einen Nutzen daraus?
Aktuelles von Robert Förster und Bob Oskar. In einem vom deutschen Staat vermittelten Deal konnte der deutsche Schiffsbau-Rüstungskonzern ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) das „Canadian Patrol Submarine Project“ (CPSP) mit einem Volumen von umgerechnet 37 Milliarden Euro für sich gewinnen. Über die nächsten Jahre soll die Tochter der ThyssenKrupp AG bis zu zwölf U-Boote der von Deutschland und Norwegen gemeinsam entwickelten 212-CD-Klasse für die kanadische Marine bauen, über die nächsten Jahrzehnte instand halten und weiterentwickeln. Dem deutschen Imperialismus geht es hier um mehr als Profite bei TKMS – er will das Bündnis mit Kanada stärken und die strategisch wichtige Rüstungsproduktion ausbauen.
Beschluss des 6. Kongresses der KO/des Gründungskongresses der KP
Das imperialistische Weltsystem
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Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Monopolbildung als das Wesen des Imperialismus
Der Staat im Imperialismus
Das Gesetz der ungleichmäßigen...
Die internationale Arbeiterklasse hat objektiv ein gemeinsames, ein übereinstimmendes Interesse am Sozialismus und ihr Gegner, die Bourgeoisie, führt den Klassenkampf auf weltweiter Ebene, mit ihren dafür geschaffenen Herrschaftsinstrumenten und imperialistischen Zusammenschlüssen. Auch die Arbeiterklasse muss ihren Kampf daher international führen und dafür die geeigneten Organisationsformen schaffen.
Alex Bauer leistet einen Beitrag zur Klärung der Frage, wie die Kleinbauern einzuordnen sind, was ihr Verhältnis zur Arbeiterklasse ist und wie man diese für den Kampf gegen das Kapital begeistern kann. Auch wird auf die Rolle der Europäischen Union und die Entwicklung der Landwirtschaft in der BRD eingegangen, die in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts eine beschleunigte Kapitalzentralisation erlebte. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass „die Agitation der Landarbeiter [...] in allen größeren landwirtschaftlichen Betrieben die klare Hauptaufgabe [ist].“
Ein Beitrag von Miro Kohnen. Vor kurzem veröffentlichte die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) in ihrer Zeitung Unsere Zeit ein Strategiepapier mit dem Titel „Den dritten Weltkrieg verhindern“. Wir sehen in diesem Papier schwere ideologische Fehler – die sich bereits in der Vergangenheit gezeigt haben und zu denen wir als KP auch schon mehrfach Kritik geäußert und die Debatte gesucht haben – besonders klar und weiterentwickelt hervortreten. Es handelt sich um eine Fortsetzung der Fehler, die bereits in der Konzeption der „Antimonopolistischen Strategie“ (AMS) angelegt sind. Dieser Text soll eine Kritik an den Positionen im Strategiepapier liefern.
Über die Einheitsfront, den Charakter der Sozialdemokratie und trotzkistische Irrwege in der Strategiefrage. Eine Antwort von Jakob Schulze an Tom Krüger und Luis Linden von der Online-Zeitung „Klasse gegen Klasse“
The question of the current character of Chinese society and the direction in which it is developing is the subject of controversial debate within the communist movement. Within our party, we have taken a clear and unified position on this question from the very beginning: Monopoly capitalist conditions prevail in China and China is embedded in a global imperialist system. This position is questioned and disputed by parts of the communist movement in Germany, but the discussions on this were often not well-founded. In order to close this gap and make our position clear, a comrade of the CP, Thanasis Spanidis, has explained the position in detail on behalf of the organization.
Der vorliegende Text hat zum Ziel, die Position der KP in ihrer theoretischen Entwicklung aus den Klassikern festzuhalten, sowie einen Überblick über die unterschiedlichen Standpunkte in der internationalen Kommunistischen Bewegung (iKB) zu schaffen, revisionistische Abweichungen zu kritisieren und die Position der KP in der iKB zu verorten. Der Text gliedert sich thematisch in vier Kapitel.
"The struggle for the unity of the working class in our country, against the division caused by racism in all its forms (whether anti-Palestinian or anti-Jewish), against the war policy of the rulers, therefore obliges us to put solidarity with the Palestinian people on the political agenda in our own interest, without fear of being defamed by the ruling propaganda or the repression of the state."-
Statement of the Central Leadership of the Communist Organization of 24 December 2023, revised on March 10, 2024
English translation of the statement.