Vom 3. bis 8. Juni 2026 fand unser 3. Sommercamp als Kommunistische Partei in Hessen statt. Über 350 Teilnehmende fanden sich unter dem Motto „Wir brauchen all deine Fähigkeiten für den Aufbau der Kommunistischen Partei!“ zusammen und konnten sich in über 40 Workshops austauschen und weiterbilden. Das diesjährige Camp stand im Kontext unseres im April verabschiedeten Parteiprogramms und unseres Beschlusses zur Gründung eines kommunistischen Jugendverbands. Unser Programm ist ein Meilenstein unserer Organisationsgeschichte, es ist unser ausformulierter Handlungsplan für die Revolution. Die Workshops des Sommercamps fanden in der besonderen Rahmung unseres Programms statt und boten uns deshalb die Möglichkeit, verschiedene Aspekte desselben zu vertiefen, sich in der Massenarbeit als Teil der Sammlung der Kräfte für die Revolution weiterzubilden und eigene Skills mit den Genossen zu teilen. Auch hatten wir einen besonderen Fokus auf der Betriebsarbeit und der Arbeit in der Jugend der Arbeiterklasse. Ein kulturelles Programm durfte natürlich auch nicht fehlen, ebenfalls war der Austausch mit internationalen Genossen auch in diesem Jahr erneut ein besonderes Highlight des Camps.
Kämpfe im Betrieb organisieren


Betriebsarbeit ist somit ein essenzieller Bestandteil der Organisierung der Arbeiterklasse. Wir haben uns deshalb darüber ausgetauscht, wie erste Schritte in der Betriebsarbeit aussehen können, wie wir mit Kollegen über betriebliche Themen ins Gespräch kommen und letztendlich die Aktivität in betrieblichen Kämpfen voranbringen können. Weitere Aufgaben sind die Arbeit von Vertrauensleuten und die Entwicklung von Agitationsmaterial für den Betrieb. Diesen Themen widmeten wir uns in zwei Workshops. Darüber hinaus diskutierten wir das Verhältnis von gewerkschaftlicher und gesetzlicher Interessenvertretung im Betrieb und wie sich dies am praktischen Beispiel der Planung einer Betriebsversammlung aufzeigen lässt.
In Schule, Uni und Betrieb – Kämpfen gegen ihren Krieg

Für uns ist klar: Die Arbeit in der Jugend der Arbeiterklasse ist heute besonders notwendig und auch mit spezifischen Anforderungen verbunden. Wir sahen uns deshalb an, was es bedeutet, das Programm der KP in die Jugend zu tragen, was es bedeutet, in Kämpfen aktiv zu sein, die besonders die Jugend betreffen und wie wir die Jugend für den Sozialismus gewinnen können. In diesem Zuge beschäftigten wir uns auch damit, was Massenarbeit an den Universitäten eigentlich bedeutet und welche strategischen und taktischen Aufgaben wir dabei heute haben. Ein weiteres Thema, das insbesondere die Jugend betrifft, war die bevorstehende Wehrpflicht im Zusammenhang mit der Aufrüstung des deutschen Imperialismus. Wir diskutierten vor allem über unsere Orientierung für den Widerstand dagegen.
Das Programm der KP als Handlungsplan für den Klassenkampf


Unser Parteiprogramm ist unser Handlungsplan für die Revolution. Wir halten darin unsere strategische Ausrichtung, unsere Analyse des imperialistischen Weltsystems und unsere Orientierung für heutige betriebliche und politische Kämpfe fest. Um Einsteigern ein Verständnis unserer Erwägungen zu ermöglichen, gab es deshalb zwei Workshops zu kommunistischer Strategie und Taktik sowie zu unserer Analyse des Revisionismus in der kommunistischen Bewegung. Auch dem Verhältnis bestimmter partikularer Interessen zum Klassenkampf widmeten wir einen Workshop, hier anhand des Beispiels der queeren Bewegung. Highlights waren außerdem unsere beiden Abendveranstaltungen, bei denen wir zum einen den Zustand des deutschen Imperialismus zwischen Krise und Krieg betrachteten und auch zum anderen unser Programm vorstellten, welchen Charakter es aufweist, welche strategische Ausrichtung wir damit verfolgen und was es konkret für unsere Arbeit bedeutet. Die beiden Abendveranstaltungen werden wir als Podcast veröffentlichen.
Skillsharing und Spaß






Neben inhaltlichen Workshops teilten wir auch Skills mit unseren Genossen, die für die politische Arbeit nützlich sind: Wie man für die Massen schreibt oder wie man Banner sprüht. Um für brenzlige Situationen gewappnet zu sein, gab es außerdem einen Workshop zu Selbstbehauptung in der politischen Arbeit, bei dem wir lernten, mit unangenehmen bis bedrohlichen Situationen umzugehen, und einen Antirepressionsworkshop, der praktische Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit staatlicher Repression vermittelte. Sport und Spaß durften selbstverständlich nicht fehlen und so gab es einen Sambaworkshop, Boxtraining und für besonders motivierte Genossen Frühsport vor dem Frühstück.
Kultur und Klassenkampf




Klassenkampf beschränkt sich nicht nur auf die Politik. Auch auf einer künstlerischen und kulturellen Ebene ist er überall präsent. So gab es eine Ausstellung selbst erstellter Agitationsplakate von unseren Genossen und anderen politisch engagierten Künstlern, die gegen Spende auch erworben werden konnten. Unser Abendprogramm widmeten wir in diesem Jahr zweimal dem Werk von Bertolt Brecht: zum einem im Werkstattkonzert von Brecht-Liedern und zum anderen im Aufführen des Theaterstücks „Die Maßnahme“, welches viel Anregung zur Diskussion lieferte. Regelmäßig fand ein Arbeiterlieder-Workshop statt und abends wurde natürlich gemeinsam gesungen und Musik gespielt.
Klassenkampf ist international!
Eine besondere Ehre und ein Highlight des Camps stellten in diesem Jahr der erneute Besuch von Delegationen anderer internationaler kommunistischer Organisationen und Parteien dar. Unser Dank gilt den Genossinnen und Genossen der Arbeiterfront der Ukraine (RFU), der Kommunistischen Partei der Türkei (TKP), der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE), des Revolutionären kommunistischen Jugendbundes (Bolschewiki) (Rksm(b), Russland), Der Brasilianischen Revolutionären Kommunistischen Partei (PCBR), der Communist Vanguard (Großbritannien), der Partei der Arbeit (Österreich), und der Jungen Kommunisten Belgiens (JCB). In unserem Workshop „Meeting Internationals“ hatten wir alle die Möglichkeit, mit den internationalen Gästen in Austausch zu kommen, Fragen zu ihren Positionen zu stellen sowie Publikationen ihrer Organisationen zu erwerben. Der internationale Austausch ist für uns besonders wichtig und wir schätzen die Beteiligung anderer internationaler kommunistischer Organisationen und Parteien an unserem Sommercamp sehr.

Insgesamt war das diesjährige Sommercamp erneut ein voller Erfolg. Auch in diesem Jahr hat sich erneut das stetig wachsende Interesse an unserer Partei und unseren Positionen gezeigt, sodass wir auf öffentliche Werbung verzichtet haben und leider die Teilnehmerzahl begrenzen mussten, was bedeutete, dass einige Freunde und Genossen zu Hause bleiben mussten, obwohl sie gerne gekommen wären. Das Camp brachte uns intensive Diskussionen, wertvolle Lernerfahrungen und die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen. Wir gehen aus diesem Sommercamp mit neuer Kraft und Motivation für den weiteren Aufbau der Kommunistischen Partei. Deshalb bleibt: Revolutionen werden gemacht – stärkt die Kommunistische Partei!


