Wer wir sind und was wir wollen

Wir leben in einem der reichsten Länder der Welt. Trotzdem begegnet uns Armut an jeder Ecke. Millionen Menschen finden keine Arbeit oder sind gezwungen, sich für Hungerlöhne kaputtzuarbeiten. Frauen werden in die unbezahlte Sorgearbeit gedrängt und sind in besonderem Maße Armut, Abhängigkeit und Gewalt ausgesetzt. Unzählige Jugendliche sehen für ihr Leben keine Perspektive. Die rassistische Hetze nimmt wieder zu. Und das Versprechen, dass von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen dürfe, ist schon lange gebrochen. Weltweit sterben jährlich Millionen Menschen an Hunger oder heilbaren Krankheiten. Gleichzeitig zerstört die Klimakrise unsere Lebensgrundlagen: Kipppunkte drohen überschritten zu werden, während das Artensterben und die Vergiftung von Luft, Wasser und Böden unaufhaltsam voranschreiten.

All diese Dinge hängen miteinander zusammen. Ihre Ursache ist der Kapitalismus – eine Gesellschaft, in der die Produktion nicht für die Bedürfnisse der Menschen organisiert ist, sondern zur Anhäufung von Profiten. Diese Profite gehören einer kleinen Minderheit, den Kapitalisten, obwohl die Arbeiterklasse den Großteil des Reichtums produziert. Die Unternehmen, besonders die Monopolkonzerne, beherrschen die Wirtschaft (Produktion, Handel und Finanzwesen). Sie verfolgen ihre Profitstrategien weltweit und geraten bei ihrem Kampf um die Aufteilung der Welt ständig in Konflikt miteinander, was immer die Gefahr neuer Kriege und sogar Weltkriege birgt.

Diese kapitalistische Gesellschaft ist menschenverachtend und barbarisch. Sie muss überwunden werden. Die Alternative kann jedoch nur der Sozialismus-Kommunismus sein – eine Gesellschaft, in der die Produktionsmittel gesellschaftliches Eigentum sind und die Produktion zentral geplant wird. Der Sozialismus ist die notwendige Übergangsperiode auf dem Weg zur kommunistischen Gesellschaft. Diesen Weg haben Menschen bereits beschritten: Mit der Oktoberrevolution 1917 und der Gründung der Sowjetunion begann der erste große Versuch, eine Gesellschaft ohne Ausbeutung aufzubauen. In der DDR wurde auch auf deutschem Boden der Sozialismus aufgebaut. Bei diesen Versuchen wurden Fehler gemacht, die letzten Endes zur Zerstörung des Sozialismus 1989/90 geführt haben. Doch der Sozialismus hatte den Menschen großartige Errungenschaften gebracht und ein besseres Leben ermöglicht. Aus den Erfahrungen dieser Kämpfe ziehen wir Lehren für den heutigen Kampf und den sozialistischen Aufbau in Deutschland.

Wie überwinden wir den Kapitalismus?

Nur eine organisierte und klassenbewusste Arbeiterklasse kann den Kampf gegen die kapitalistische Ausbeutung erfolgreich führen und gewinnen. Dafür benötigt die Arbeiterklasse die Kommunistische Partei. In ihren Reihen müssen sich die bewusstesten und kämpferischsten Arbeiterinnen und Arbeiter sammeln, um die Arbeiterklasse für den Sturz der Bourgeoisie und ihres Staates zu organisieren. Die Kommunistische Partei muss zur Vorhut der Kämpfe der Arbeiterklasse werden und sich in den Massen verankern. Sie verbindet jeden Kampf der Arbeiterklasse mit dem Ziel der sozialistischen Revolution und organisiert die Sammlung der Kräfte für diesen Kampf. Um einheitlich und schlagkräftig handeln zu können, ist die Kommunistische Partei nach den Prinzipien des Demokratischen Zentralismus organisiert: Offene Diskussion, Kritik und Selbstkritik sowie demokratische Beschlussfassung aller Mitglieder verbinden sich mit zentralistischem Aufbau und Einheit in der Aktion.

Klarheit und Einheit

Die bestehenden Parteien und Organisationen liefern keine ausreichende Antwort auf die heutigen Probleme der Arbeiterklasse und sind nicht in der Lage, sie im täglichen Klassenkampf konsequent auf den revolutionären Sturz des Kapitalismus zu orientieren. Sie vertreten unwissenschaftliche Positionen – zur Analyse des Kapitalismus-Imperialismus, zur Geschichte und zum aktuellen Weltgeschehen sowie zu Fragen der Organisierung der Kommunisten und der Massen. Als Marxisten-Leninisten gehen wir davon aus, dass die Welt grundsätzlich erkennbar ist und dass eine wissenschaftliche Analyse die Grundlage für revolutionäre Politik bilden muss. Ohne ideologische Klarheit kann die kommunistische Bewegung nicht zielgerichtet handeln und den breiten Massen keine überzeugende Perspektive geben. Auch die organisatorische Schwäche ist ein Teil der Krise und hängt eng mit ideologischen Verirrungen zusammen. Während einige Parteien zu Wahlvereinen geworden sind, setzen andere Organisationen auf Aktionismus. Die notwendige Kampfpartei der Arbeiterklasse wird entweder abgelehnt oder ihre revolutionäre Aufgabe wird durch reformistische Strategien ersetzt. Die Folge von all dem ist schließlich auch die unübersehbare Isolation der Kommunisten von den Massen.

Unser Vorhaben

Um diesen Zustand zu überwinden, haben wir ab 2017 unter dem Namen „Wie weiter?“ und anschließend als „Kommunistische Organisation“ einen bundesweiten kommunistischen Klärungs- und Aufbauprozess organisiert, mit dem Ziel, die Voraussetzungen für die Gründung der Kommunistischen Partei in Deutschland zu schaffen. Neben dem Aufbau von Organisationsstrukturen konnten wir eine Vielzahl an brennenden Fragen der kommunistischen Bewegung klären und erste Erfahrungen in der Massenarbeit sammeln.

Im Juni 2024 sind wir in eine neue Phase übergegangen: Mit der Umbenennung in „Kommunistische Partei“ begann der zweijährige Gründungsprozess. Im April 2026 wurde auf dem 2. Parteitag das Parteiprogramm beschlossen. Damit liegt nun die programmatische Grundlage der Kommunistischen Partei vor. Das Programm analysiert den Kapitalismus unserer Zeit, den deutschen Imperialismus und die Lage der Arbeiterklasse, bestimmt unsere weltanschauliche Grundlage und entwickelt unsere revolutionäre Strategie. Es beschreibt den Weg zur sozialistischen Revolution und die Grundzüge der neuen Gesellschaft, für die wir kämpfen: den Sozialismus-Kommunismus. Zugleich bestimmt es die Aufgaben der Kommunistischen Partei im Kampf gegen den imperialistischen Krieg, gegen Umweltzerstörung, gegen die Unterdrückung der Frau, gegen Rassismus und Faschismus und gegen die bürgerliche Ideologie.

Damit ist der Aufbau der Kommunistischen Partei jedoch nicht abgeschlossen: Für das Erreichen unserer politischen Ziele brauchen wir all Deine Erfahrungen, Dein Wissen und Deine Kraft. Wir freuen uns über breite Unterstützung beim Aufbau der Kommunistischen Partei. Es gibt viele Möglichkeiten, sich einzubringen! Wenn Du die grundlegenden Ziele und programmatischen Positionen der Kommunistischen Partei teilst, kannst Du Dich dem weiteren Parteiaufbau anschließen. Gemeinsam wollen wir die Kommunistische Partei zu einer starken Kampforganisation der Arbeiterklasse entwickeln und sie in den Klassenkämpfen verankern.

Schaffen wir gemeinsam die Kampforganisation der Arbeiterklasse!

Wir wissen, wie dringend eine kommunistische Partei benötigt wird. Eine Partei, die fest auf dem Boden des wissenschaftlichen Kommunismus steht. Eine Partei, in der die Erfahrungen der Kämpfe unserer Klasse zusammenfließen und in machtvolle Gegenschläge umgewandelt werden. Eine Partei, die zum Sammlungspunkt revolutionärer Kräfte in Deutschland wird und die Arbeiterklasse auf weltanschaulich klarer Grundlage organisiert. Eine Partei, die den Kampf gegen den deutschen Imperialismus führt und die Arbeiterklasse in die Revolution führt, zum Sturz der Bourgeoisie und für den Sozialismus-Kommunismus.

Lerne uns bei unseren Veranstaltungen kennen. Wenn Du Dich bei uns organisieren möchtest, musst Du die Ziele der Partei unterstützen und unser Programm anerkennen. Danach ist eine Aufnahme als Unterstützer möglich. Als Unterstützer aktiv zu sein ist wiederum Voraussetzung für eine Mitgliedschaft. Wenn es bei Dir noch keine Ortsgruppe der Kommunistischen Partei gibt, wende Dich an die nächstgelegene oder an unsere zentrale Mailadresse (info@kommunistischepartei.de).

Wir stehen vor einer gewaltigen Aufgabe, aber nicht vor einer unmöglichen. Im Gegenteil: Der Kapitalismus führt uns seine Menschenfeindlichkeit und historische Überholtheit jeden Tag vor Augen. Im organisierten Klassenkampf können wir ihn überwinden. Unser Parteiprogramm gibt uns eine gemeinsame Orientierung dafür. Es liegt an den Kommunisten, dass die vorhandene Wut unserer Klasse nicht zu Ohnmacht, sondern zum organisierten Widerstand wird.

Gehen wir es an!

Aktuell