Aktuelles von Alexander Maturin.
Die Militarisierung des Alls nimmt immer deutlichere Gestalt an: Die USA haben erstmals offen bestätigt, dass sie Waffen im Orbit stationiert haben. Die US Space Force spricht von sogenannten „Space Control Weapons“, die gegen „feindliche Weltraumsysteme“ eingesetzt werden können. Dabei geht es ausdrücklich auch um kinetische Waffen mit offensiven Kapazitäten.
Kommentar von Lars Behr. Aufrüsten und Abschieben wollen alle bürgerlichen Parteien. Darüber, wie Ulrich Siegmund das Eine nun mit dem Anderen begründet, empören sie sich trotzdem und sind sich für keine Heuchelei zu schade.
Aktuelles von Levin Meyer. Nahe Leipzig soll, wie Ende August bekannt wurde, eine Waffenfabrik errichtet werden. Das amerikanisch-israelische Waffen-Startup Covenant Industries, mitfinanziert durch den Techmilliardär Peter Thiel, will dort die Massenproduktion von Marschflugkörpern starten. Das Projekt reiht sich trotz seiner ausländischen Investoren in das Streben des deutschen Imperialismus nach strategischer Autonomie ein.
Aktuelles von Bob Oskar. Die deutsche Bundesregierung hat eine neue „Startup- und Scaleup-Strategie“ beschlossen. Zu den „Top-Maßnahmen“ gehört, dass gezielt Unternehmen und Neugründungen im Bereich der Rüstungsindustrie gefördert werden sollen. Unter dem Deckmantel der „hip“ anmutenden Startup-Szene orchestriert die Bundesregierung so den Aufbau der nächsten Rüstungsgiganten.
Aktuelles von Robert Förster und Bob Oskar. In einem vom deutschen Staat vermittelten Deal konnte der deutsche Schiffsbau-Rüstungskonzern ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) das „Canadian Patrol Submarine Project“ (CPSP) mit einem Volumen von umgerechnet 37 Milliarden Euro für sich gewinnen. Über die nächsten Jahre soll die Tochter der ThyssenKrupp AG bis zu zwölf U-Boote der von Deutschland und Norwegen gemeinsam entwickelten 212-CD-Klasse für die kanadische Marine bauen, über die nächsten Jahrzehnte instand halten und weiterentwickeln. Dem deutschen Imperialismus geht es hier um mehr als Profite bei TKMS – er will das Bündnis mit Kanada stärken und die strategisch wichtige Rüstungsproduktion ausbauen.
Aktuelles von Jana Petrova. Am 7. und 8. Juli trafen sich die Staats- und Regierungschefs der NATO in Ankara zum jährlichen Gipfel des Militärbündnisses. Das Treffen sollte vor allem die unterschiedlichen Interessen der Mitgliedstaaten in Einklang bringen und nach außen Geschlossenheit demonstrieren. Im Zentrum standen die Umsetzung des Fünf-Prozent-Ziels für Militärausgaben, der weitere Ausbau der Rüstungsindustrie sowie die Ausweitung der militärischen Unterstützung der Ukraine.
Aktuelles von Florian Weber. Vom 10. bis 14. Juni fand die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) statt, die alle zwei Jahre in Berlin veranstaltet wird. Auf der Fachmesse präsentierten Luftfahrt- und Rüstungsfirmen ihre Systeme, führten Verhandlungen und schlossen untereinander Aufträge und Abkommen ab.
Photo: Air Show auf der ILA 2024. Matti Blume, CC BY-SA
Aktuelles von Alexander Maturin. Im Bundestag wurde der Jahresbericht Rüstungskontrolle 2025 diskutiert. Auffällig ist die Namensänderung – bis letztes Jahr hieß der Bericht noch „Jahresabrüstungsbericht“. So soll nun also nicht mehr abgerüstet, sondern nur noch kontrolliert werden und das heißt: kontrolliert aufgerüstet.