Solidarität mit den streikenden Hafenarbeitern

Stellungnahme des Politbüros des ZK der KP vom 13.10.2026

Auf Initiative der griechischen PAME rufen Gewerkschaften des klassenkämpferischen Weltgewerkschaftsbunds (WGB) am 30. Oktober 2026 zu einem internationalen Streiktag der Hafenarbeiter auf.

Bereits im Februar dieses Jahres führten Hafenarbeiter der jetzt aufrufenden Gewerkschaften einen Streik gegen Völkermord, imperialistische Kriegsvorbereitungen und Verschlechterung der Lebensbedingungen durch. Dabei agierten sie über Ländergrenzen hinweg und legten erstmals seit Jahrzehnten 20 Häfen in Griechenland, der Türkei, Spanien/Baskenland, Italien, Zypern, Frankreich und Marokko lahm. Sie zeigten damit die Möglichkeiten auf, die wir als Arbeiterklasse haben, die Kriege der Kapitalisten wirksam zu behindern.

Ende Oktober soll es in die nächste Runde gehen. Am kommenden Streik werden sich Hafenarbeiter aus über 60 Häfen in einer Reihe von Ländern beteiligen, was mehr als eine Verdreifachung der bestreikten Häfen darstellt.

„Die Welt darf danach nicht mehr die gleiche sein“

Die Häfen bilden zwangsweise die logistischen Drehkreuze der kommenden Kriege, aber auch der aktuellen. Markos Bekris, Vorsitzender der Hafenarbeitergewerkschaft ENEDEP in Piräus/Griechenland benennt die Motivation des Streikbeschlusses wie folgt: „Wir dürfen es ihnen nicht erlauben, dass wir uns für ihre Kriege einspannen lassen und ihre Interessen als die unseren verstehen (…) Jedes Land hat zwei Seiten. Die der Kapitalisten und die der arbeitenden Bevölkerung und diese stehen im Widerspruch zueinander.“

Das bewusste Blockieren dieser unentbehrlichen Knotenpunkte der imperialistischen Kriege zeigt, dass die weltweite Arbeiterklasse Handlungsperspektiven hat, sowohl aktuelle als auch die kommenden Kriege zu bekämpfen und sich ihrer eigenen Stellung bewusst zu werden. Önder Avcı, Vorsitzender der Hafenarbeitergewerkschaft Liman-İş aus der Türkei, stellt klar: „Die Häfen sollen den Bedürfnissen der Menschen dienen und nicht den Krieg der Imperialisten unterstützen. Trotz verschiedener Sprachen in verschiedenen Ländern, gehören wir der gleichen Klasse an und haben eine Nachricht: Unsere Hände sind vielleicht dreckig von Öl und Dreck, aber wir werden sie nicht in Blut tränken!“

Diese Hafenstreiks müssen als Vorbild für weitere Teile der Gesellschaft und die Industrie gelten. Aktuell werden alle Teile der Gesellschaft auf den Krieg vorbereitet und umgebaut, was durch Sozialabbau, allgemeine Verschlechterung der Lebensbedingungen und Angriffe auf die Rechte der Arbeiterklasse bezahlt wird.

Zu den Forderungen des Streiks am 30. Oktober gehören neben der Bekämpfung der imperialistischen Kriege, auch Forderungen nach besseren Lebens- und Arbeitsbedingungen, unter anderem durch Tarifverträge.

Lernen wir vom internationalen Kampf der Hafenarbeiter

Kein anderes Land auf der Welt baut seine Rüstungsproduktion und sein Militär aktuell so intensiv und rapide aus wie Deutschland. Die Herrschenden ziehen uns mit Gewalt in ihre Kriege: Massenentlassungen, Sozialabbau, Wehrpflicht und Militarisierung sind an der Tagesordnung. Doch was tut die Führung von Ver.di, der Gewerkschaft der Hafenarbeiter in Deutschland? Sie ruft nicht zum internationalen Streiktag auf. Sie ist nicht Teil des WGB, sondern des sozialpartnerschaftlichen Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB). Jedoch würde sie die Zugehörigkeit zu einem anderen Verband keinesfalls dazu bewegen, zu einem solchen Streiktag aufzurufen. Vielmehr ruft sie nicht auf, weil sie den Kurs der Aufrüstung grundsätzlich begrüßt und sich, wie die Führung der IG Metall und des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), hinter den Kurs der Bundesregierung stellt. Sie will zwar das Ausmaß des Sozialabbaus nicht hinnehmen, versucht aber konsequent, den Zusammenhang zur Aufrüstung und Kriegsvorbereitung zu verschleiern.

Wir senden solidarische Grüße und Kampfesmut an alle am 30. Oktober streikenden Hafenarbeiter!

Hoch die internationale Solidarität!

Es lebe der proletarische Internationalismus!

https://m.902.gr/eidisi/ergatiki-taxi/429526/o-agonas-ton-limenergaton-tis-germanias-mporei-kai-prepei-na-nikisei

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