Aktuelles von Diren Yağız und Aleksej Drago. Vom 19. bis zum 21. Juni 2026 fand der zehnte Parteitag der Partei „Die Linke“ (PdL) statt. Die Beschlüsse lassen tief blicken: Die Partei verfestigt ihre Orientierung an den Interessen der Herrschenden. Die sich selbst als „demokratisch sozialistisch“ bezeichnende PdL legt die Grundsteine, um eine Beteiligung an zukünftigen Regierungen zu ermöglichen und damit den bürgerlichen Staat weiter abzusichern. Im beschlossenen Leitantrag wird deutlich, dass der angeblich angestrebte demokratische Sozialismus kein theoretisches Fundament hat, und dass die Rhetorik lediglich dazu dient, Menschen mit Sympathien für den Sozialismus in die Partei zu locken.
Auf dem Weg zu einer dauerhaft friedlichen Gesellschaft gibt es trotzdem keine Abkürzung – die deutsche kommunistische Bewegung muss sich die eigenen Schwächen bewusst vor Augen führen und die daraus folgenden notwendigen und möglichen Schritte für dieses Ziel tun.
Anders als die Linkspartei suggeriert, kann es zwischen den Interessen der Lohnabhängigen und des Kapitals aber keinen, für beide Seiten vorteilhaften, Kompromiss geben – letztlich gewinnt nur eine der beiden Seiten.