Aktuelles von Diren Yağız und Aleksej Drago. Vom 19. bis zum 21. Juni 2026 fand der zehnte Parteitag der Partei „Die Linke“ (PdL) statt. Die Beschlüsse lassen tief blicken: Die Partei verfestigt ihre Orientierung an den Interessen der Herrschenden. Die sich selbst als „demokratisch sozialistisch“ bezeichnende PdL legt die Grundsteine, um eine Beteiligung an zukünftigen Regierungen zu ermöglichen und damit den bürgerlichen Staat weiter abzusichern. Im beschlossenen Leitantrag wird deutlich, dass der angeblich angestrebte demokratische Sozialismus kein theoretisches Fundament hat, und dass die Rhetorik lediglich dazu dient, Menschen mit Sympathien für den Sozialismus in die Partei zu locken.
Kommentar von Thanasis Spanidis. Der deutsche Imperialismus rüstet sich zum dritten Mal für einen Weltkrieg. Seine Versuche, die Geschichte umzuschreiben, um den Faschismus in ein besseres Licht zu rücken und den Kommunismus als das eigentliche „totalitäre“ Böse des 20. Jahrhunderts darzustellen, werden jedes Jahr ein wenig frecher und absurder. Der neueste Vorstoß zur Geschichtsfälschung wird von SPD, Grünen und der "Linkspartei" unterstützt.
Über die Einheitsfront, den Charakter der Sozialdemokratie und trotzkistische Irrwege in der Strategiefrage. Eine Antwort von Jakob Schulze an Tom Krüger und Luis Linden von der Online-Zeitung „Klasse gegen Klasse“
Kommentar von Thanasis Spanidis
Es ist wirklich keine leichte Aufgabe, sich durch Gregor Gysis Eröffnungsrede im neuen Bundestag zu quälen. Gysi führt einen überwiegend uninteressanten...
Der Bruch Wagenknechts mit der PdL entstand nicht aufgrund der reformistischen Sackgasse der PdL, die lediglich eine Mitverwaltung der kapitalistischen Krisen herbeisehnte. Wer sich konsequent gegen Rechtsruck, soziale Verelendung und imperialistische Kriegslust einsetzen will, darf seine Hoffnung nicht auf eine weitere systemverwaltende bürgerliche Partei setzen, sondern muss zum Aufbau einer Kommunistischen Partei beitragen.
Zur Wahl steht lediglich, wer sich welchem Lager zuordnet: dem Lager der konservativen, der nationalistischen, der marktliberalen Propaganda oder eher dem Lager der linksliberalen, der sozialen Propaganda, die Solidarität im Munde trägt. Zur Wahl steht nicht, welche Politik nach der Wahl tatsächlich gemacht wird.
Auf dem Weg zu einer dauerhaft friedlichen Gesellschaft gibt es trotzdem keine Abkürzung – die deutsche kommunistische Bewegung muss sich die eigenen Schwächen bewusst vor Augen führen und die daraus folgenden notwendigen und möglichen Schritte für dieses Ziel tun.